Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Südtirol
Promberger Kurt/Bernhart Josef/Gander Holger
Bozen 2008
ISBN 978-88-6011-116-6

Abstract

Publikation - Promberger Bernhart Gander - Attraktivitaet des Wirtschaftsstandortes Suedtirol / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn den ersten drei Kapiteln des Buches erfolgt eine Hinführung zum Thema, indem aufgezeigt wird, warum Standorte zunehmend im Wettbewerb um Unternehmen stehen, warum Unternehmen sich für einen bestimmten Standort entscheiden (Standortfaktoren) und wie Standorte aktiv den Anforderungen der Unternehmen entsprechen können (Standortmarketing). In Zeiten steigender Mobilität, verringerter Handels- und Investitionsbarrieren, zunehmender weltweiter Liberalisierungen, fortschrittlicherer Informations- und Kommunikationstechnologien sowie geringerer Transportkosten werden Standorte für Unternehmen zunehmend austauschbar und der Standortwettbewerb härter. Ein Wirtschaftsstandort ist dann attraktiv, wenn Unternehmen vor dem Hintergrund ihrer Tätigkeiten mit wichtigen Standortfaktoren (Verkehrsanbindung, Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte, Höhe der Gebühren und Steuersätze usw.) auch zufrieden sind.

Die Ergebnisse einer eigenen empirischen Studie zur Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Südtirol bilden den Inhalt von Kapitel 4. Hierzu wurden ca. 4.100 Südtiroler Unternehmen mittels Online-Befragung gebeten, ein Urteil darüber abzugeben, wie wichtig ihnen ausgewählte Standortfaktoren und wie zufrieden sie sind.Die Ergebnisse werden sowohl nach Bezirksgemeinschaften als auch nach Branchenzugehörigkeit der Unternehmen dargestellt. Somit lassen sich Aussagen darüber treffen, wie die in den jeweiligen Bezirken ansässigen Unternehmen ihren Wirtschaftsstandort bewerten und ob es hierzu branchenspezifische Unterschiede gibt. Die Höhe der Gebühren, Steuersätze und Lohnkosten wurden beispielsweise bezirksübergreifend als „Problemfaktoren“ identifiziert und zudem von den Industrieunternehmen als besonders problematisch verspürt. Demgegenüber liegen die Stärken des Wirtschaftsstandortes Südtirol vor allem bei den so genannten „weichen“ Standortfaktoren wie der medizinischen und sozialen Versorgung, Freizeitangeboten usw., die aus Unternehmenssicht durchwegs positiv beurteilt wurden. Ein optimiertes Angebot öffentlicher Leistungen von Land und Gemeinden (schnelle Verfahren für Genehmigungen, Baukonzessionen usw.) und die sich daraus ergebende Zufriedenheit der Unternehmen wirken sich ebenfalls positiv auf die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes aus.

Wie die Beurteilung des Wirtschafts- und Lebensstandorts Gemeinde beispielhaft erfolgen und welche Maßnahmen daraus zu dessen Verbesserung resultieren können, zeigt Kapitel 5 des Buches. Als eine der ersten Gemeinden Südtirols hat Schlanders im Vinschgau eine strategische Analyse seiner Ausgangssituation durchgeführt, um Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken zu identifizieren. Dabei wurden die Ergebnisse einer Bürger-, Unternehmens- und Tourismusbefragung genutzt, um erste Schritte eines professionellen Ortsmarketings zu setzen.

Eine empirische Erhebung in Kapitel 6 des Buches zeigt, dass Stadt- und Ortsmarketing in Südtirol kein unbekanntes Thema mehr sind und bereits einige Südtiroler Gemeinden in unterschiedlichem Umfang Stadt- und Ortsmarketing-Aktivitäten initiiert und umgesetzt haben.

Abschließend kommentiert der Landesrat für Wirtschaft, Finanzen und Haushalt die Standortattraktivität Südtirols in einem zusammenfassenden Resümee und blickt auf
die Herausforderungen der Zukunft.
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