Messung und Verbesserung des Mehrwertes von öffentlichen IT-Investitionen
Promberger Kurt/Janko Wolfgang/Ihle Christian (Hrsg.):
Wien - Graz 2008
ISBN 978-3-7083-0568-4

Abstract

Publikation - Promberger Janko Ihle - Evaluierung von öffentlichen IT-Investitionen / Zum Vergrößern auf das Bild klickenUnternehmen, Non-Profit-Organisationen und öffentliche Verwaltungen haben in den letzten Jahrzehnten ihre Investitionen in die Informationstechnologie vervielfacht. Mittlerweile bindet die Aufrechterhaltung der aufgebauten IT-Landschaften beträchtliche Budgetmittel. Der erhoffte Nutzen bleibt in vielen Fällen im Dunkeln bzw. lässt sich nur erahnen. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn die Informationstechnologie primär als Kostentreiber wahrgenommen wird. Deshalb wurde vom Bundesministerium für Finanzen in Kooperation mit der Universität Innsbruck das Projekt "Public IT Assessment Framework", kurz PITAF, ins Leben gerufen. Ziel dieses Projektes war es, ein Vorgehensmodell zu entwickeln, das ermöglichen soll, den Nutzen eines Informationssystems in all seinen Facetten zu identifizieren und zu bewerten. Angestrebt wird, mit Hilfe dieses Modells den Nutzen von Informationssystemen in der öffentlichen Verwaltung umfassend zu messen und Verbesserungs- und Weiterentwicklungspotentiale aufzuzeigen.

Aus dem Vorwort von Sektionschef Dr. Arthur Winter (Bundesministerium für Finanzen)

Eine moderne Verwaltung ohne IT-Unterstützung ist  nicht vorstellbar


Die öffentliche Verwaltung ist mittlerweile – was den erfolgreichen  Technologieeinsatz betrifft – mit privatwirtschaftlich geführten Betrieben  durchaus vergleichbar. Unter den Leitbegriffen Bürgerservice, New Public  Management (NPM), Verwaltungsmodernisierung oder e-Government wurden in  den letzten Jahren nicht nur beachtliche Summen investiert sondern auch  beeindruckende Ergebnisse und Erfolge erzielt. Die IT in der öffentlichen  Verwaltung bedeutet dabei nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern  öffentlichkeitswirksame Services und Verfahren zur Nutzung anzubieten,  sondern auch die internen Verwaltungsprozesse zu automatisieren, zu beschleunigen und vergleichbar darzustellen.  Das Outsourcing von Shared Services in eigene Rechtsträger wie zum  Beispiel das Bundesrechenzentrum (BRZ GmbH), die Buchhaltungsagentur  (BUHAG), die Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) oder die  Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wurden unter Einsatz von beachtlichen  Investitionsvolumina errichtet und werden erfolgreich betrieben. Neben den  geschaffenen Einrichtungen sind es auch Shared Service Anwendungen wie ein  flächendeckendes und vernetztes Budgetmanagement, eine Kostenrechung,  eine Finanzbuchhaltung oder eine Bundesbesoldung (in der jeder Bedienstete  eine aktive Rolle übernehmen kann), die eingeführt wurden und erfolgreich  angewendet werden.  Hinter all diesen Investitionen steht nicht nur ein existierender gesetzlicher  Auftrag, sondern eine politische Zielsetzung und das Vorhandensein von  Management- und IT-Kompetenzen. Des Weiteren ist es aber auch die Pflicht  jedes Einzelnen, die aus den Steuereinnahmen bereitgestellten Budgetmittel so  effizient und sparsam wie möglich einzusetzen.

Die Antwort auf die Frage nach einem Return on Investment ist nicht nur ex ante eine wichtige Grundlage für Entscheidungen, sondern auch die Grundlage für ex post Prüfungen durch die jeweilige Organisation selbst. Damit werden nicht nur die erreichten Einsparungspotentiale verifiziert und mit Nachdruck realisiert, es entsteht auch eine Basis, auf der ein eigenes KnowHow – auch in Form von Weissensmanagement organisiert – aufgebaut werden kann. Damit besteht eine Grundlage, die Gegenstand einer fundierten internen und externen nachprüfenden Kontrolle sowie einer qualifizierten Öffentlichkeitsarbeit darstellt. Die Verwaltung ist jedenfalls, speziell bei großen Investitionen, massiv gefordert vorab transparente Kosten-/Nutzenberechnung darzustellen und nachträglich zu beweisen.

Bisher war es nicht möglich diesem Prozess eine wissenschaftlich fundierte und praktikable Methode zu Grunde zu legen. Das hat zu unterschiedlichsten Bewertungsverfahren und –versuchen geführt, die in weiterer Folge nur sehr aufwendig oder gar nicht verifizierbar waren. Das gegenständliche Verfahren soll daher im richtigen Verhältnis zwischen Wissenschaft und praktischer Umsetzung, gepaart mit nachvollziehbarer Transparenz, jene Entscheidungssicherheit und Nachprüfbarkeit erzeugen, durch die alle Beteiligten und Betroffenen einen Vorteil erlangen können.

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