Prozessanalyse im Gesundheitswesen am Beispiel der Herstellung von paranteralen Ernährungslösungen

Promberger Kurt/Lindmayr Hanna/Tür Andreas/Rieder Josef
Working Paper No. 25/2006, Arbeitsbreich für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innnsbruck 2006


Abstract

Länder mit hoch entwickelten Gesundheitssystemen wie Österreich stecken heute in einer tiefen, systemimmanenten Krise. Denn einerseits wird befürchtet, dass aufgrund weiter stark ansteigender Kosten in diesem Bereich die Nichtfinanzierbarkeit des Gesundheitssystems droht und andererseits werden zunehmend Zweifel an der Effektivität und Effizienz der erbrachten Leistungen geäußert. In den vergangenen Jahren gab es daher verstärkte Anstrengungen für Reformen zur langfristigen Absicherung der Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems. Die meisten Krankenhäuser sind aufgrund ihrer funktions- und abteilungsorientierten Organisationsforsform noch immer "werkstattorientiert". Der Patient begibt sich von einem "Bearbeitungsort" zum anderen, weshalb folgerichtig auch die Werkstätten optimiert werden und nicht der Patientenfluss. Eine Steigerung der Effektivität (Wirksamkeit) und Effizienz (Wirtschaftlichkeit) in der Patientenbehandlung kann vor allem dann erreicht werden, wenn man die Prozesse optmiert, also den "Patientenfluss" nachempfindet und ihn verbessert.

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