Die Bundeskellereiinspektion - Eine Bundesdienststelle auf dem Weg zur Spitzenverwaltung

Promberger Kurt/Greil Leopold
Working Paper No. 24/2006, Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2006

Abstract

Die Bundeskellereiinspektion (BKI) ist eine nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) mit hundertjähriger Tradition (gegründet 1906). Ursprünglich als Kontrollinstanz für Weinbelange gegründet, nimmt sie heute – neben Kontrollaufgaben – vor allem Beratungs- und Informationsfunktionen für die Weinbranche wahr. Eine massive Zäsur erfolgte im Jahr 1985, als im Zuge des Weinskandals die gesamte österreichische Weinbranche sowie die zuständigen staatlichen Stellen unter massiven Druck gerieten. Erst nach einer mehrjährigen Konsolidierungsphase konnte die BKI unter neuer Leitung die Wende in Richtung einer modernen, den Prinzipien des New Public Management (NPM) entsprechenden Verwaltungseinheit herbeiführen. Mit Unterstützung durch einen externen Berater (Institut für Ver­waltungs­­management GmbH) wurde die Dienststelle zu einer Vorzeigeorganisation der österreichischen Bundesverwaltung umgestaltet. Die dabei gemachten Anstrengungen wurden mehrmals prämiert und stellen z.T.  Meilensteine im Reorganisationsprozess der österreichischen Verwaltung dar. Folgende Reform­schwerpunkte sind zu nennen:  

  • Innovationsmodell BKI – Auszeichnung mit dem Speyerer Qualitätspreis 2002. Im Bereich Personalmanagement wurde ein vollständig neues Dienstzeitmodell inkl. diverser Begleitmaßnahmen erfolgreich umgesetzt.  
  • Weiterentwicklung des Innovationsmodells (Jahresarbeitszeitmodell)
  • Gemeinsam mit der vorgesetzten Dienststelle (Fachabteilung Wein, III/8) Aufbau der gesamt­österreichischen „Datenbank Wein“ – Auszeichnung mit dem Österreichischen Amtsmanager 2005  
  • Kontrollkonzept zur Durchführung höchsteffektiver Kontrollen auf Basis der „Datenbank Wein“
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