Der Tiroler Nachhaltigkeitscheck
Promberger Kurt/Vorraber Anton/Steichnlechner Maria
Working Paper No. 33/2009, Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement, E-Government & Public Governance der Universität Innsbruck

Abstract

Auch die Tiroler Wirtschaft wurde in den letzten Jahren auf das Thema Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Möglichkeiten für Unternehmen aufmerksam. Die vielseitigen Nutzenpotentiale, welche durch eine nachhaltige Unternehmensführung realisiert werden können, stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses. Neben der Wirtschaft hat aber auch die Politik die Wichtigkeit und Aktualität dieses Themas erkannt.

Die Partnerschaft Nachhaltigkeit und Wirtschaft, welche im Dezember 2004 zwischen dem Land Tirol und der Wirtschaftskammer Tirol geschlossen wurde, soll Tiroler Unternehmen auf das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren. Aus dieser Partnerschaft heraus entstand das Projekt „Tiroler Nachhaltigkeits-Check“. Mit Hilfe dieses Tests können Unternehmen, unabhängig ihrer Branchenzugehörigkeit und Größenordnung, hinsichtlich ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung bewertet werden. Das durchgeführte Audit soll jedoch nicht als eine isolierte Initiative gesehen werden. Stufen in Richtung Nachhaltigkeit im Unternehmen dar.

Der Nachhaltigkeits-Check und die damit verbundene Zertifizierung stellt die Basis für die darauffolgenden umsetzungsorientierten Schritte dar. Nach Absolvierung des Checks wird ein Nachhaltigkeitsprogramm ausgearbeitet, welches konkrete Maßnahmen in den verschiedensten Bereichen des Unternehmen enthält. Im dritten Schritt wird ein Nachhaltigkeitsbericht verfasst, welcher als Kommunikationsinstrument für die Anspruchsgruppen des Unternehmens dienen soll. Das Ziel des vierten Schrittes stellt die Ausrichtung der gesamten Wertschöpfungskette auf das Thema Nachhaltigkeit dar. Der Tiroler Nachhaltigkeits-Check basiert auf dem EFQM-Modell der European Foundation for Quality Management, welches im nächsten Punkt näher beschrieben wird.

 

Strategische Stadtentwicklungsplanung - Innsbruck 2015 - Quo vadis?
Usability Testing von ERP-Systemen
Qualitätsmanagement in der Polizei Internationale Fallstudien zur Umsetzung von EFQM und BSC
Qualitätsmanagement in der Polizei - Internationale Fallstudien zur Umsetzung von EFQM, CAF und ISO

Promberger Kurt/Hernus Raffaela/Koschar Dagmar
Working Paper No. 27/2006, Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2006

Abstract

Der sich im Zuge der NPM Reformen allmählich vollziehende Wandel von bürokratischen Verwaltungseinrichtungen zu kundenfreundlichen Dienstleistungsunternehmen erfasst in zunehmendem Maße auch die Organisation der Polizei als integralen Teil der öffentlichen Verwaltung. In der öffentlichen Verwaltung wird mit dem Qualitätsbegriff nach wie vor in erster Linie die Gesetzlichkeit und Rechtmäßigkeit des Verwaltungshandelns assoziiert. In diesem Sinn werden auch bei der Polizei Qualitätsstandards durch rechtsverbindliche Normen vorgegeben. Die Polizei versteht sich jedoch zunehmend als kundenfreundliche non-profit-orientierte Dienstleistungsorganisation, die neben der Rechtmäßigkeit der polizeilichen Aufgabenwahrnehmung vermehrt die Erwartungen der Bürger berücksichtigt.

Die Arbeit der Polizei findet unter Rahmenbedingungen statt, die sich gegenwärtig mit einer bisher nicht gekannten Dynamik verändern. Neue politische Strukturen, damit einhergehende offene Grenzen, gesellschaftspolitische Entwicklungen, technischer Fortschritt und neuartige Bedrohungsfelder verlangen von der Polizei eine Adaptierung der Strategien, um mit den aufgezeigten Entwicklungen Schritt halten zu können. „Tut die Polizei denn das Richtige?“ „Kann die Polizei das, was sie tut, schneller, besser und effizienter tun?“ Diese Fragen stellen einen ersten Ausgangspunkt für Reformbestrebungen in Polizeiorganisationen dar und führen zu durchaus unterschiedlichen Lösungsansätzen.

Das Qualitätsmanagement bietet der Polizei einen organisationsumfassenden Ansatz um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Unter den Gesichtspunkten der Effizienz und Effektivität werden sämtliche Tätigkeiten der Organisation darauf ausgerichtet, qualitativ hochwertige Leistungen für den Kunden bzw. Bürger bereitzustellen. Die  vorgestellten internationalen Fallstudien geben Aufschluss über die Erfahrungen ausländischer Polizeiorganisationen mit dem Einsatz von Qualitätsmanagementsystemen. Die Polizeiorganisationen Polizeipräsidium Münster und Polizeikommissariat 42 in Hamburg konnten ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem mithilfe des CAF und des EFQM Modells umsetzen. Die Kantonspolizei Zürich konzipierte das Zürcher Qualitätsmodell in Anlehnung an das EFQM Modell und die Norm ISO 9001:2000.

Der Einfluss von Corporate Social (and Ecological) Responsibility auf den Unternehmenserfolg
Promberger Kurt/Spiess Hildegard
Working Paper No. 26 / 2006, Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2006.

Abstract

Über die Auswirkungen und Effekte der sozialen und ökologischen Verantwortung von Unternehmen gab es lange Zeit widersprüchliche Standpunkte, die sich teilweise bis in die heutige zeit halten. Die Debatte wurde vor allem ab der Mitte des 20. Jahrhunderts sehr kontrovers geführt. Eine Reihe internationaler Studien und Aufsätze haben versucht einen möglichen Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung von sozialer und ökologischer Verantwortung und dem Unternehmenserfolg zu belegen bzw. zu widerlegen. Während viele Primärstudien einen positiven bzw. keinen Zusammenhang feststellten, kamen nur sehr wenige zu dem Ergebnis, dass Corporate Social Responsibility (CSR) das finanzielle Ergebnis negativ beeinflusst. Eine von Marc Orlitzky, Frank L. Schmidt und Sara L. Rynes 2003 veröffentlichte und 52 Studien umfassende Meta-Analyse kommt zu folgenden Ergebnisse:
  • CSP (Corporate Social Performance) korreliert positiv mit der CFP (Corporate Financial Performance),
  • es gibt eine bidirektionale Abhängigkeit zwischen den beiden Dimensionen,
  • Reputation ist ein bedeutender Faktor, der die Beziehung mit beeinflusst,
  • Stakeholder-Mismatching, Stichproben- und Messfehler können einen Großteil der unterschiedlichen Studienergebnisse erklären.
Immer mehr Unternehmen sind der Überzeugung, dass eine alleinige Fokussierung auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht zeitgemäß ist. Vielmehr kann durch sozial verantwortliches und ökologisch tragfähiges Handeln ein Mehrwert erzielt werden. Die Nutzendimensionen sind vielfältig und reichen von einem erhöhten Unternehmenswert, einer Steigerung von Glaubwürdigkeit und Image über eine erhöhte Kunden- und Mitarbeiterbindung sowie Abgrenzung von Konkurrenzunternehmen bis hin zu einer erhöhten Investitionssicherheit und Minderung von Risiken.
Prozessanalyse im Gesundheitswesen am Beispiel der Herstellung von paranteralen Ernährungslösungen

Promberger Kurt/Lindmayr Hanna/Tür Andreas/Rieder Josef
Working Paper No. 25/2006, Arbeitsbreich für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innnsbruck 2006


Abstract

Länder mit hoch entwickelten Gesundheitssystemen wie Österreich stecken heute in einer tiefen, systemimmanenten Krise. Denn einerseits wird befürchtet, dass aufgrund weiter stark ansteigender Kosten in diesem Bereich die Nichtfinanzierbarkeit des Gesundheitssystems droht und andererseits werden zunehmend Zweifel an der Effektivität und Effizienz der erbrachten Leistungen geäußert. In den vergangenen Jahren gab es daher verstärkte Anstrengungen für Reformen zur langfristigen Absicherung der Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems. Die meisten Krankenhäuser sind aufgrund ihrer funktions- und abteilungsorientierten Organisationsforsform noch immer "werkstattorientiert". Der Patient begibt sich von einem "Bearbeitungsort" zum anderen, weshalb folgerichtig auch die Werkstätten optimiert werden und nicht der Patientenfluss. Eine Steigerung der Effektivität (Wirksamkeit) und Effizienz (Wirtschaftlichkeit) in der Patientenbehandlung kann vor allem dann erreicht werden, wenn man die Prozesse optmiert, also den "Patientenfluss" nachempfindet und ihn verbessert.

Die Bundeskellereiinspektion - Eine Bundesdienststelle auf dem Weg zur Spitzenverwaltung
Kommunale Gebührengestaltung für Haushaltsrestmüll in der Tiroler Abfallwirtschaft

Promberger Kurt/Rauskala Iris/Bodemann Markus/Koler Daniel, 
Working Paper No. 23/2006, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2006

Abstract

Die Tiroler Abfallwirtschaft verfügt aufgrund ihrer rechtlichen Rahmenbedingungen, vielmehr jedoch noch aufgrund politischer Entscheidungen, über einige sehr charakteristische Merkmale, die zusammen genommen relativ große Ineffizienzen verursachen.Ziel dieser Studie ist daher eine Übersicht über den rechtlichen und politischen Rahmen der Tiroler Abfallwirtschaft, verbunden mit einer näheren Untersuchung der kommunalen Restmüllgebühren. Vor- und Nachteile der geläufigsten Abfallgebührensysteme und Gebührenmaßstäbe sollen aufgezeigt und auf die Gebührensysteme und -modelle der Tiroler Gemeinden umgelegt werden. Die Arbeit schließt mit Überlegungen zum weiteren Untersuchungsbedarf.

Strategische Stadtentwicklungsplanunung aufgezeigt am Beispiel von Dublin City

Promberger Kurt/Bernhart Josef/Rauskala Iris
Working Paper No. 22/2005, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2005

Abstract

Strategische Ausrichtungen sind nicht nur für Unternehmen von Bedeutung, sondern zunehmend auch für Gemeinden, Städte und Regionen. Wissen um die großen Ziele und Prioriäten ist wesentlich, um sich nicht im Dickicht der operativen Aktivitäten und Entscheidungen zu verlieren. Strategische Planungsarbeit ist die aktive Auseinandersetzung mit der Ist-Situation und die bewusste Gestaltung der Soll-Situation in der mittel- bis langfristigen Zukunft einer Stadt.

Als Fortsetzung zum Working Paper No. 21, dessen theoretische Ausführungen hier als bekannt vorausgesetzt werden, gilt die Betrachtung im Rahmen des Working Papers No. 22 der irischen Hauptstadt Dublin und im Besonderen dem innerstädtischen Distrikt Dublin City. Die Notwendigkeit zur strategischen Planung in Dublin hat ihre Ursachen einerseits im starken Wirtschaftswachstum der letzten Jahre ("keltischer Tiger") und in einer weiteren Sicherung der Standortattraktivität  und andererseits in zentralstaatlichen Gesetgebungsinitiativen, die auf eine koordinierte Entwicklung des gesamten irischen Staates zielen. Das Beispiel von Dublin City kann damit als Ergänzung zu den italienischen Ansätze im Rahmen des Working Papers No. 21 gesehen werden.

Strategische Stadtentwicklungsplanung aufgezeigt an den Beispielen Bozen und La Spezia

Promberger Kurt/Bernhart Josef/Cecon Franziska
Working Paper 21/2005, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2005

Abstract

Strategische Ausrichtungen sind nicht nur für ein Individuum, ein Unternehmen, eine Verwaltung von Bedeutung, sondern zunehmend wird ihre Wichtigkeit und Dringlichkeit auch für Gemeinden, Städte und Regionen erkannt. Wissen um die großen Ziele und Prioriäten ist wesentlich, um sich nicht im Dickicht der operativen Aktivitäten und Entscheidungen zu verlieren. Strategische Planungsarbeit ist die aktive Auseinandersetzung mit der Ist-Situation und die bewusste Gestaltung der Soll-Situation in der mittel- bis langfristigen Zukunft einer Stadt.
Die italienischen Städte Bozen und La Spezia weisen Erfahrung mit strategischer Stadtentwicklung auf. Während La Spezia  schon 1999 damit begonnen hat und mittlerweile den zweiten Plan erarbeitet, ist Bozen gerade in der Finalisierungsphase ihrer "Idee 2015". Beide Beispiele bieten inhaltlich und methodisch interessante Ansätze.

Die Verwaltungsreformen des nationalen Gesundheitsdienstes im Vereinigten Königreich

Promberger Kurt/Lindmayr Hanna/Rauskala Iris
Working Paper No. 19, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2005

Abstract

Zu Beginn der 80er Jahre hat sich in einigen Staaten wie in Großbritannien, den USA, Neuseeland, Australien und den Niederlanden eine Reformbewegung herausgebildet, die unter dem Schlagwort „New Public Management (NPM)“ weltweit bekannt ist. Vor allem im angelsächsischen Raum haben Regierungen begonnen, Aufgaben zu privatisieren, einzelne Verwaltungseinheiten zu verselbstständigen, den öffentlichen Sektor unter Markt- und Wettbewerbsdruck zu setzen und Managementkonzepte aus der Privatwirtschaft auf den öffentlichen Sektor anzuwenden. Eine Vorreiterrolle auf diesem Gebiet hat das Vereinigte Königreich, welches sich seit Thatcher verstärkt der Instrumente des NPM bediente.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den NPM Reformen des nationalen Gesundheitsdienstes („National Health Service [NHS]“) im Vereinigten Königreich. Mit dem Amtsantritt von Margaret Thatcher im Jahre 1979 nahm die Reformierung der öffentlichen Verwaltung im Sinne des NPM seinen Anfang. Die konservative Regierung setzte sich zum Ziel, den NHS und andere öffentliche Organisationen insgesamt effizienter zu gestalten. Der Fokus lag auf der Schaffung von Wettbewerb durch eine Trennung von Käufer und Anbieter von Gesundheitsleistungen. Der Ansatz der 1997 gewählten Labour Partei basiert, im Gegensatz zu den Konservativen, verstärkt auf Kooperation und Partnerschaft, Leistungsstandards und Best Practice.

Schulprogramme - ein Instrument zur Steuerung der Schulentwicklung

Promberger Kurt/Cecon Franziska
Working Paper No. 18, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2005

Abstract

Zunehmende Autonomie erfordert von Schulen mehr Eigenverantwortung hinsichtlich einer bewussten, vorausschauenden Gestaltung ihres Entwicklungsprozesses. Schulprogramme können helfen, diesen Prozess zu steuern. In Analogie zur strategischen Ausrichtung und Führung von Unternehmen kann sich das „Unternehmen Schule“ den Instrumentarien der Privatwirtschaft bedienen. Über die Ziel- und Wertvorstellungen von Leitbildern hinausgehend, setzen Schulprogramme konkrete Maßnahmen zur Zielerreichung. Nicht die Masse der Projekte und Aktionen sind für das Gelingen entscheidend, sondern die Partizipation aller am schulischen Bildungsprozess Beteiligten, ihr kontinuierliches Bemühen und eine regelmäßige Evaluation, die wiederum in die strategische Ausrichtung einfließt. Ziel dieses Artikels ist es, eine praktikable Einführung mit handhabbaren Umsetzungsvorschlägen rund um ein Schulprogramm anzubieten.

Stand der Kosten- und Leistungsrechnung in den Bezirkshauptmannschaften

Promberger Kurt/Winkler Mathias/Kranewitter Katrin
Working Paper No 17, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2004

Abstract

Effektivitäts- und Effizienzanalysen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von  öffentlichen Verwaltungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Angestrebt wird die Schaffung von öffentlichen Institutionen, die wirksamere Leistungen zu geringeren Kosten erbringen. Voraussetzung hierfür ist aber, die erbrachten Leistungen (Was wird produziert?) und die dazugehörigen Kosten (Mit welchen Mitteln wird produziert?) zu kennen. Ein Grund, weshalb immer mehr Verwaltungen ihre Leistungen (Produkte) definieren sowie Kosten- und Leistungsrechnung einführen. Sie fundiert einerseits die Kalkulation von Preisen und Gebühren, andererseits hilft sie beim Aufbau eines verwaltungsinternen Wettbewerbs, was sich wiederum positiv auf die Effizienz der Leistungserstellung und die Kundenzufriedenheit auswirken kann. Ziel dieser Arbeit ist es den Stand der Kosten- und Leistungsrechnung in den österreichischen Bezirkshauptmannschaften als unterster staatlicher Vollzugsebene darzustellen und zu zeigen, inwieweit die Leistungen der Bezirkshauptmannschaften definiert wurden und welche Vergleichsmöglichkeiten sich daraus ergeben.

 

Kosten- und Leistungsrechnung für Schulen
- ein betriebswirtschaftliches Instrument zur Steuerung der Effizienz von Schulen
Promberger Kurt/Cecon Franziska
Working Paper No. 16, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck) 2004

Abstract

Die Ergebnisse einer OECD-Studie über den Zusammenhang zwischen den Ausgaben für die Pflichtschulausbildung pro Schüler und dem Bildungserfolg, werfen grundsätzliche Fragen nach Effektivität und Effizienz von Schulsystemen bzw. Schulen auf. Zur Überprüfung der Aussagen dieser länderübergreifenden Untersuchung werden jedoch Informationen benötigt, die derziet nicht laufend und systematisch erhoben werden. Die Einführung einer betriebswirtschaftlichen Kosten- und Leistungsrechnung in Schulen kann Abhilfe schaffen. Neben allgemeinen Ausführungen über Ziele, Nutzen und Adressaten und Elemente der Kosten- und Leistungsrechnung, wird ein praxisgerechtes Modell für Schulen vorgestellt. Ergebnisse aus drei Schulen veranschaulichen die Praktikabilität. Den Abschluss bilden Überlegungen einer flächendeckenden Einführung der Kosten- und Leistungsrechnung im Schulsystem.
Public Management Reforms in Austria

Promberger Kurt/Rauskala Iris/Franziska Cecon
Working Paper No. 15, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck) und Institut für Public Management (Europäische Akademie Bozen) 2004

Abstract

Public sector reform in Austria is a `never ending story`. Each new elected government is writing a new chapter in this incredible book. In more recent history, these chapters are representing different reform initiatives, which are labelled `public management project` (1989 until 1993) or `administration innovation programme I and II (1999 until now). In the mid 1990s the `new public management` wave or revolution reached Austria. Politicians, top officials and political interest groups have been calling for the implementation of key NPM instruments via media reports, party platforms and government white papers. Public management reform reached a new level of attention after a fundamental change in federal government form a centre-left to a centre-right coalition in the year 2000. A long lasting period of social-democratic involvement in federal government had ended. The new era gives inpetus for further public sector renewal.

The structure of this working paper follows public management reforms at all three levels of government. In chapter one there is a general introduction about Austrian political-administrative system, highlighting special characteristics. Chapter two concentrates on federal reforms, focussing first on the general background to continue with details to the various reform fields, and finally ending with concluding remarks. Chapter three and four follow this structure on provincial and municipal level respectivley.

Neues kommunales Haushalts- und Rechnungswesen in der Bundesrepublik Deutschland

Promberger Kurt/Früh Günther/Niederkofler Rainer
Working Paper No. 14 Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2004

Abstract

Zu Beginn der neunziger Jahre entwickelte sich in der Bundesrepublik Deutschland ein Reformprogramm, welches auf den Übergang vom bürokratischen Steuerungsmodell zu einem managementorientierten Steuerungsmodell abzielt. Das ressourcenoriente Rechnungswesen bildet einen der zentralen Bausteine der neuen kommunalen Steuerung.

Die Innenministerkonferenz hat im Mai 1994 die Bereitschaft der Länder zugesichert, die Gemeinden bei der Umsetzung ihrer Reformvorhaben zu unterstützen und die länderübergreifende Einheitlichkeit des kommunalen Haushaltsrechts sicherzustellen. Ein erster wichtiger Schritt wurde mit der Novellierung des Haushaltsgrundsätzegesetztes geschaffen. Damit wurden die Budgetierung und die doppelte kaufmännische Buchführung im öffentlichen Haushaltswesen für die praktische Anwendung zugelassen. Mittlerweile wenden eine Reihe von Kommunen, Städten und Landkreisen diese für die Reformierung des öffentlichen Haushaltswesen wichtigen Instrumente an bzw. sind dabei diese einzuführen.

Der vorliegende Bericht gibt dem Leser einen Überblick über die wesentlichen Meilensteine und Inhalte sowie über die Ausgestaltung der Reform des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Branchenanalyse der österreichischen Entsorgungsunternehmen
Kössler, Werner/Promberger, Kurt/Waidhofer, Sabine
Working Paper No. 12  Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2004

Abstract

Mit rund 1200 Betrieben im privaten oder halb-öffentlichen Sektor stellt die österreichische Entsorgungsbranche einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Rund 20.000 Mitarbeiter bearbeiten jährlich in etwa 49 Mio. Tonnen Abfall österreichischer Haushalte und Unternehmen. Der Branchenumsatz der in abfallwirtschaftlichen Bereichen tätigen Betriebe wird auf über 3 Milliarden € geschätzt.

Die vorliegende Arbeit bietet einen Überblick über die verschiedenen Betätigungsfelder der österreichischen Entsorgungsunternehmen und die rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich der Abfallwirtschaft. Die Branchenanalyse erfolgte anhand des Analyseverfahrens nach Porter. Die für die Branche relevanten Wettbewerbskräfte und –strategien wurden identifiziert und es wurde eine Einteilung in strategische Gruppen vorgenommen.

Der letzte Teil der Arbeit beinhaltet eine genaue Analyse der ökologischen Einflussfaktoren nach Dyllick. Hierbei wurden sowohl die von der Branche ausgehenden Belastungen als auch die verschiedenen Ansprüche an die Branche analysiert. Analog zur Analyse nach Porter wurden ökologische Wettbewerbsfelder und –strategien für die österreichischen Entsorgungsunternehmen identifiziert.

 

Franchise-Systeme in der öffentlichen Verwaltung

Promberger Kurt/Piazolo Felix
Working Paper No. 13 Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2004

Abstract

Im Sinne des New Public Managements und des Neuen Steuerungsmodells sollen erfolgreiche Managementstrukturen aus der Privatwirtschaft von der öffentlichen Verwaltung übernommen bzw. adäquat eingeführt und die überkommenen Strukturen der öffentlichen Verwaltung abgelegt werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer neuen Alternative, bestimmte öffentliche Leistungen pflichtgerecht zu erstellen bzw. der staatlichen Gewährleistungspflicht für bestimmte Leistungen nachzukommen: Franchising (Business Format Franchising)
 
Das Franchising ist eine vertikale Kooperation selbständiger Unternehmen. Es besitzt Eigenschaften, die der Natur der öffentlichen Leistungserbringung teils sehr ähnlich sind. Im Mittelpunkt steht die gleichförmige Bereitstellung eines Leistungsbündels unabhängig von dem zuständigen/jeweiligen Leistungshersteller/Systempartner, dem Erfüllungsort und dem Erfüllungszeitpunkt. Die Standardisierung von Waren und Dienstleistungen ist für das Franchising eine Basis des Erfolgs, für die öffentliche Verwaltung eine Verpflichtung im Sinne der Gleichbehandlung der einzelnen Kunden.
In den Franchise-Systemzentralen wird täglich neues Know-how für und mit den Franchise-Partnern entwickelt, um am Markt bestehen zu können. Konzepte und Prozesse werden nur einmal entwickelt, erprobt, standardisiert und auf die Partner transferiert. Das Franchising bietet die Chance, durch Wettbewerb, Kooperationen und neu geschaffenen Lieferanten-/Kundenbeziehungen Effizienz- und Effektivitätsvorteile zu generieren.
 
Im Rahmen dieser Arbeit wird aufgezeigt wie die Franchise-Organisation, die „Königsklasse der Vertriebsorganisationen“, in der öffentlichen Verwaltung eingeführt sowie aufgebaut werden könnte und wie man sich die Vorteile eines solchen Systems zu Nutzen machen kann. Dabei werden sechs verschiedene Modelle, abhängig von der „Spezifität“ und der „Strategischen Relevanz“ einer öffentlichen Leistung (Leistungsbündel), auf- und vorgestellt.
 
"Best Value" in der Leistungserstellung der britischen Lokalverwaltung
Promberger Kurt/ Bernhart Josef/ Rauskala Iris
Working Paper No. 11 Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2004

Abstract

Die Verwaltungspolitik in den 80er und frühen 90er Jahren in Großbritannien war geprägt durch das Ziel, die Kosten der lokalen Verwaltungen zu reduzieren. Die damalige konservative Regierung setzte umfangreiche Reformen durch, die das System der lokalen Leistungserstellung wesentlich veränderten. Die wichtigste Reforminitiative dieser Zeit ist zweifellos die verpflichtende Leistungsausschreibung (Compulsory Competitive Tendering, CCT), die in mehreren Stufen zwischen 1980 und 1997 gesetzlich eingeführt wurde. Die Lokalverwaltungen wurden im Zuge von CCT gezwungen, fast alle lokalen Leistungsbereiche unter Wettbewerbsbedingungen auszuschreiben (Siehe Arbeitspapier No. 9).

Die Labour-Regierung unter Tony Blair setzt neue Akzente in der lokalen Leistungserstellung. Es geht insgesamt um eine qualitative Verbesserung der Leistungspalette und um die Koppelung von Kosten und Nutzerbewertung. Politikfeldbezogene Lösungen rücken in den Vordergrund. Best Value ersetzt damit die unmittelbare und direkte Verpflichtung der Ausschreibung und den zentralen Parameter Preis zugunsten einer bereichsübergreifenden, koordinierten lokalen Leistungsplanung. Nach dem Best Value - Verfahren sind öffentliche Dienstleistungen regelmäßig in Bezug auf Organisation, Effizienz und Effektivität zu evaluieren, um daran anschließend die Vergabe an Externe ins Auge zu fassen, sofern von diesen im Vergleich zur Lokalverwaltung bessere Leistungen zu erwarten sind.

In diesem Arbeitspapier werden in einem ersten Punkt die Inhalte von Best Value dargelegt und von seinem Vorgänger, der verpflichtenden Leistungsausschreibung, unterschieden. Kapitel 2 ist den Prozessen von Best Value gewidmet. Die Lokalverwaltungen müssen in einem 5-Jahres-Zyklus Aufgabenkritiken vornehmen, die sich über alle lokalen Leistungen erstrecken. Der Aufgabenkritikplan muss in jährliche Performance-Pläne heruntergebrochen werden und ist Gegenstand der Überprüfung durch die Audit Commission (Aufgabe der Audit Commission ist, administrative und politikfeldbezogene Leistungsvergleiche durchzuführen und Verbesserungsvorschläge zu bringen). Zusätzlich unterliegen einzelne Leistungsbereiche der Lokalverwaltungen regelmäßigen Inspektionen. Im dritten Kapitel wird die Leistungsmessung unter Best Value dargestellt. Großbritannien kennt bereits seit Mitte der 80er Jahre ein ausgefeiltes System von Indikatoren und Vergleichen und die Verwaltungen können diesbezüglich auf zwanzig Jahre Praxis zurückblicken. Da sich die Verwaltungspolitik der britischen Zentralregierung gegenüber der lokalen Ebene deutlich von der des Bundes in Österreich gegenüber den Gemeinden unterscheidet, erklärt sich auch die Einführung von auf nationaler Ebene festgelegter, flächendeckender Indikatoren.

Inwieweit Best Value nachhaltige Akzente in der Verbesserung der lokalen Leistungserstellung setzten kann, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Aufgrund der Evaluierungen der Best Value Performance Indicators und der Best Value Aufgabenkritiken ordnet die Audit Commission zwei Drittel der britischen Lokalverwaltungen, die mehr als ein Mal seit Einführung der Initiative inspiziert worden sind, der "unterdurchschnittlichen" (etwa 50%) und "schlechten“ (etwa 15%) Performance zu (Audit Commission 2001, 30). Best Value Performance Pläne sind vor allem für Lokalverwaltungen hilfreich, die Probleme in ihrer Gesamtausrichtung und -strategie haben - 83% bewerten das Auditing als nützlich. Spezifische Best Value Inspektionen werden vor allem von jenen Verwaltungen als nützlich empfunden, die ohnehin gute Leistungen bringen (Audit Commission 2001, 38).

 
Stadt- und Ortsmarketing in Südtirol
- Aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in Südtirol
Promberger Kurt/Bernhart Josef/Mair Günther/Gander Holger
Working Paper No. 31/2008 Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement, E-Government & Public Governance der Universität Innsbruck
Evaluation der Verwaltungsmodernisierung in Österreich - Pilotprojekt Flexibilisierungsklausel
Promberger Kurt/Greil Leopold/Nadeje Mariella
Working Paper No. 32/2008 Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement, E-Government & Public Governance der Universität Innsbruck

Abstract

Publikation - Promberger Greil Simon - Pilotprojekt Flexibilisierungsklausel / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZiel der vorliegenden Studie ist es, die Auswirkungen des  Pilotprojektes Flexibilisierungsklausel als grundsätzlich neuartige Form der Verwaltungsführung auf die teilnehmenden Verwaltungseinheiten zu evaluieren. Dabei soll dieses Instrument im Hinblick auf seine Verwendbarkeit als Mittel für eine konzentrierte Umsetzung von Reformelementen des New Public Management bewertet werden. Weiters verfolgt die Studie das Ziel, bisherige im Zuge der Publikation von Promberger/Greil/Simon (2005) gefundene Parameter, wie z.B. der aufgrund der neuen Steuerungslogik zu beobachtende kulturelle Wandel in den teilnehmenden Organisationseinheiten, zu validieren.


Die Informationsgewinnung als Basis für diese Studie erfolgte auf zweierlei Art und Weise. Einerseits wurden Einzelinterviews mit den Dienststellenleitern bzw. deren Stellvertretern entsprechend einem zuvor definierten Interviewleitfaden geführt (vor Ort in der jeweiligen Dienststelle). Anderseits wurde das Schlüsselpersonal der Dienststellen (Verwaltungsführung, Controller, Budgetverantwortliche, Abteilungsleiter, etc.) mittels eines standardisierten Fragebogens gemäß den Studienzielen schriftlich zum Thema Flexibilisierungsklausel befragt. Das jeweilige Schlüsselpersonal wurde dabei durch die Dienststellenleitung namhaft gemacht. Von der ursprünglichen Idee, sämtliche an der Flexibilisierungsklausel beteiligte Mitarbeiter zu befragen, wurde – nach Absprache mit verschiedenen Dienststellenleitern – Abstand genommen, da zu wenige Personen fundiert zu spezifischen Fragestellungen betreffend die Flexibilisierungsklausel Auskunft hätten geben können und somit die Mehrzahl der Befragten mit dem verwendeten Fragebogen mit Sicherheit überfordert gewesen wären. Vorrangiges Ziel dieser Befragung war jedoch, qualitativ möglichst hochwertige Informationen zu diversen Aspekten der Flexibilisierungsklausel zu gewinnen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde der ursprünglich vorgesehene Kreis der schriftlich zu Befragenden auf jenen Kreis beschränkt, die tatsächlich in der Praxis mit dem Vollzug der Flexibilisierungsklausel befasst sind.
Public Management Reformen unter Clinton und Gore in den USA

Promberger Kurt/Bernhart Josef/Cecon Franziska
Working Paper No. 10, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2004

Abstract

Public Management Reformen, Verwaltungsmodernisierung, Reformbemühungen der Administration, Umstrukturierungen der Bürokratie, Wirkungsorientierte Verwaltung, Neues Steuerungsmodell, Reinventing Government oder New Public Management sind moderne Schlagworte, die Ausdruck dafür sind, wie wichtig und aktuell diese Thematik heute geworden ist. Steigende Budgetdefizite, unzufriedene Bürger und Mitarbeiter, schwindendes Vertrauen in die Verwaltung, Globalisierung und Internationalisierung sind nur einige der Beweggründe, warum sich auch führende Industrienationen der westlichen Welt in zunehmendem Maße bemühen müssen, ihren Verwaltungsapparat so zu gestalten, dass Leistungsfähigkeit, Effizienz und Effektivität gewährleistet sind.

Um dies zu erreichen, ist New Public Management ein Schlüsselbegriff für Verwaltungen des öffentlichen und halböffentlichen Sektors geworden. Quer über den Globus zielt New Public Management darauf ab, den Staat zu einem modernen Dienstleistungsstaat umzugestalten und bedient sich dabei Methoden, die sich in der Privatwirtschaft bewährt haben. Diese Methoden werden auf die Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung adaptiert und im Sinne eines Gesamtkonzepts eingeführt. International hat sich gezeigt, dass New Public Management, als ein sehr weit gefasster Begriff, jeder Partei, egal welchem ideologischen Hintergrund sie zuzuordnen ist, Handlungsspielraum und Reformmöglichkeiten bietet. Je nach vertretener Ideologie sind unterschiedliche Schwerpunktsetzung und Argumentationslinien in den Reformen erkennbar. Diese Variabilität ist besonders wichtig, weil Verwaltung immer in einem Spannungsverhältnis zur Politik steht.

Als Präzedenzfall des New Public Managements sollen in dieser Arbeit die Vereinigten Staaten von Amerika dienen. Es stellt sich dabei die Frage, wie diesen „neuen“ Forderungen nach mehr Leistungsfähigkeit, Effizienz, Effektivität in der öffentlichen Verwaltung nachgekommen wird bzw. wurde? Mit welchen Maßnahmen wurde die amerikanische Verwaltung im Laufe der Zeit verändert? Welche Reformansätze waren und sind im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" erfolgreich und was können andere Nationen aus dieser Erfahrung lernen?

Konkret soll sich diese Arbeit mit den Modernisierungen der Verwaltung in den Vereinigten Staaten während der Regierungszeit von Präsident Bill Clinton und Vizepräsident Al Gore beschäftigen. Denn obwohl jede Präsidentschaft mehr oder weniger gravierende Änderungen für die Bürokratie mit sich brachte, gelang es erstmals in der Amtszeit von Clinton und Gore Verwaltungsmodernisierung zu einem Thema in der breiten Öffentlichkeit zu machen. Ein umfassend angelegtes Gesamtkonzept, welches gemeinsam durch intensive Partizipation mit den öffentlich Bediensteten erarbeitet wurde, bewies großen Reformwillen und ist insofern ein mustergültiges Großprojekt. Diese Ära verdient daher näher analysiert zu werden.

Wettbewerbsorientierung am Beispiel der verpflichtenden Leistungsausschreibung (CCT) in UK
Promberger Kurt/Bernhart Josef/Rauskala Iris
Working Paper No. 9, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2003

Abstract

Wettbewerb ist ein Instrument der Verwaltungsmodernisierung. Internationale Reforminitiativen, die Wettbewerb zum Inhalt haben,  zeigen, dass wettbewerbliche Elemente nachhaltigen Veränderungsdruck bewirken und dabei postitive Effekte bewirken. Das Instrument Wettbewerb dient dazu, einen Anpassungsdruck innherhalb der Verwaltung zu erzeugen, der Prozesse der Oganisations- und Personalentwicklung unumgänglich macht. Der Wandel in der Arbeitsstruktur und Organisationskultur soll zu Kostensenkung und Leistungssteigerung führen. Wettbewerb ist dabei kein Ziel, sondern ein Instrument der Veränderung.

Im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland wurde vor über 20 Jahren damit begonnen, die Leistungen der Lokalverwaltungen sukzessive unter Wettbewerbsbedingungen auszuschreiben. Die rechtlichen Grundlagen dafür wurden in drei Lokalverwaltungsgesetzen gelegt, die die Ausschreibung bestimmter Leistungen verpflichtend einführte. Die Verpflichtung zur Ausschreibung und die zwingende Voraussetzung, dem kostengünstigsten Anbieter die Leistungserstellung zu übertragen, stellten sich als die größten Kritikpunkte am Programm heraus, weil dadurch längerfristige, kollaborative Beziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer unmöglich wurden.

Im Working Paper No. 9 werden im ersten Kapitel die Grundlagen der Leistungsausschreibung durchleuchtet. Dabei werden Begriffe und Definitionen abgesteckt und die unterschiedlichen Formen von Kontrakten angesprochen. Kapitel 2 gibt einen Überblick über die theoretischen Grundlagen des Wettbewerbsgedankens im New Public Management, die in der Public Choice Theorie und in der Neuen Institutionenökonomik zu finden sind. Kapitel 3 zeigt die Schritte eines idealtypischen Ausschreibungsverfahrens auf. Mit Kapitel 4 beginnen die Ausführungen zur verpflichtenden Leistungsausschreibung im Vereinigten Königreich, deren Auswirkungen auf die Organisation und die lokale Politik in den Kapiteln 5 und 6 angeschnitten werden. Kapitel 7 erläutert die Effekte der verpflichtenden Leistungsausschreibung anhand der drei Dimensionen lokale Beschäftigung, Kostenreduktion und Qualitätsaspekte. In Kapitel 8 erfolgt eine abschließende Kritik der verpflichtenden Leistungsausschreibung.
Das System der Lokalverwaltung im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland
Promberger Kurt/Bernhart Josef/Rauskala Iris
Working Paper No. 8, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2003

Abstract

Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland ist prinzipiell ein zentralistischer Einheitsstaat. Unter der zentralstaatlichen Ebene befindet sich jedoch die eigenständige Lokalverwaltung, die für die Erfüllung der meisten öffentlichen Aufgaben zuständig ist. Die britische Lokalverwaltung blickt dabei auf eine lange Tradition der demokratischen Selbstverwaltung zurück. Bis zur Mitte des 19. Jahrunderts hatte die zentralstaatliche Ebene im Vergleich zu den lokalen Körperschaften nur wenige Aufgaben inne, womit die Begründung des britischen Wohlfahrtsstaates hauptsächlich den Lokalverwaltungen zu verdanken ist. Im Laufe der Zeit hat die lokale Ebene jedoch verabsäumt, ihre Interessen gegenüber der stärker werdenden zentralstaatlichen Verwaltung zu verteidigen und ihren Einfluss auf nationaler Ebene zu wahren. Der Gipfel dieser Tendenzen wurde unter den Regierungen Thatcher und Major erreicht, als laut über die Abschaffung der lokalen Ebene nachgedacht wurde bzw. die lokale Ebene als weites Experimentierfeld für diverse zentralstaatliche Reformversuche genutzt wurde. Ein Grund für diese Entwicklung liegt vor allem in der einfach-gesetzlichen  Verankerung der Lokalverwaltungen. Sie genießen keinen besonderen verfassungsrechtlichen Schutz und könnten daher tatsächlich durch ein einfaches Parlamentsgesetz abgeschafft werden. Seit der Amtszeit von Tony Blair wird jedoch versucht, die Beziehungen zwischen zentraler und lokaler Ebene kooperativer zu gestalten. Eine Tendenz in Richtung der Stärkung der lokalen und regionalen Ebene ist z.B. die Einführung der Regional Development Agencies bzw. die Einräumung von Volksvertretungen für Schottland und Wales.

Das Arbeitspapier Nr. 8 gibt im ersten Kapitel eine Einführung in die Einbettung der Lokalverwaltung im politischen System des Vereinigten Königreichs. Besonderes Augenmerk finden dabei die gesetzlichen Grundlagen, von denen die Lokalverwaltungen ihre Handlungsberechtigung ableiten. Kapitel 2 geht auf die Aufbauorganisation der Lokalverwaltungen und das lokale Wahlsystem ein. Kapitel 3 umreißt die Lokalverwaltungsstruktur, die ihre heutige, komplizierte Form mehreren inkrementellen Strukturreformen zu verdanken hat. In Kapitel 4 wird die Aufteilung der Aufgabenerstellung auf die einzelnen Typen von Lokalverwaltungen zusammengefasst, Kapitel 5 gibt einen Einblick in die Finanzierung des Systems. Unter Kapitel 6 werden die einzelnen Aufsichtsorgane kurz beschrieben. Kapitel 7 fasst schließlich die Reformen der letzten Jahre und die aktuellen Reformen unter Tony Blair zusammen.
New Public Management - An Introduction from the UK Perspective

Promberger Kurt/Rauskala Iris
Working Paper No. 6, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2003

Abstract:

The term "new public management" has developed as "summary description of a way of reorganising public sector bodies to bring their management, reporting, and accounting approaches closer to (a particualar perception of) business methods". As a doctrine, the new public management refers to the failures and inadequacies of public sector performance over time, and locates the problem as lying in the nature and processes of public sector activity and public administration. Centralised bureaucracies, waste and inefficiency in resource use and inadequate mechanisms of accountability are all problems which the new public management sought to tackle.

This paper outlines the shift from traditionell public administration to the new public management and considers the theoretical background, as well as the prinicipal reform agenda under the new public management in the UK. Finally, the paper reflects on the UK experience and on the possible adaptation of the UK reforms on an international basis.

Justice and Policing in Australia - Measurement of Police Performance

Steller Dirk/Promberger Kurt
Working Paper No. 5, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2003

Abstract:

The organisations responsible for justice and policing in Australia are divided into those funded and controlled by the relevant State and Territory governments, and those funded and controlled by the Federal government.

Part 1 of this working paper reviews the performance measurement system developed by the Australian Productivity Commission, which compares the performance of all State, Territory and Federal police organisations. The Productivity Commission system focuses strongly on survey information to measure the outcomes of police policy.

Part 2 focuses on the outcome and output budgeting framework in the Australian Federal Police, including the purchase agreement with the Australian Capital Territory (ACT) Government for community policing services in the ACT. The budgeting framework links performance measurement to the budget process and includes detailed service delivery targets.

Managementorientierte Schulreformen in England

Promberger Kurt/Cecon Franziska
Working Paper No. 4, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2003

Abstract:

Die öffentliche Verwaltung ist im Umbruch und kein Bereich kann sich dieser Entwicklung entziehen, so auch das Bildungswesen. England, mit seinem klaren und konsequenten Bekenntnis zu Managementorientierung im Sinne des New Public Management, hat seit dem Amtsantritt von Margaret Thatcher im Jahre 1979 große Veränderungen erlebt. Während die Reformen in den ersten Jahren ihrer Amtszeit als inkremental und wenig koordiniert bezeichnet werden, so wurde Tempo und Intensität der Veränderung im Bildungswesen mit dem Education Reform Act 1988 insbesondere in Bezug auf Wettbewerb und Marktmacht forciert.

Neue Steuerungsprinzipien wie Leistungsstandards, Outputorientierung, Vielfalt und Wahlmöglichkeiten insbesondere für die „Kunden“ des Bildungswesens stehen an der Tagesordnung. Während operative Kompetenzen weitgehend von den lokalen Bildungsbehörden auf die Schulebene delegiert wurden, was Direktoren in die Managementposition versetzt und neue Herausforderungen sowie Chancen für die unmittelbar Beteiligten ermöglicht, wurden strategische Entscheidungen vermehrt zentralisiert. Darunter ein Nationaler Curriculum und auch die standardisierte Leistungsmessung, die für ein gesichertes Niveau an Qualität, Transparenz und Innovationsdruck sorgen. Die englische Erfahrung gewinnt an Bedeutung, wenn man die positive Entwicklungstendenz ihrer eigenen Leistungsmessung betrachtet oder das gute Abschneiden bei der PISA-Studie der OECD als Indikator für "Erfolg" heranzieht. Freilich lassen sich auch in der englischen Reformentwicklung Stärken und Schwächen identifizieren, aber gerade die lange Erfahrung macht den Fall "England" in Bezug auf Bildungsreformen interessant.

Im Working Paper 4/2003 werden nach einem historischen Überblick, die wichtigsten Bildungsdaten in Großbritannien und Nordirland mit Schwerpunkt auf England einer (teilweise auch international fundierten) Analyse unterzogen. Anschließend wird das Bildungssystem vorgestellt, wobei den Besonderheiten wie Schulwahl, Nationaler Curriculum, Leistungsbeurteilung, Lehrkräfte, Inspektionen und Finanzierungswesen gesonderte Kapitel gewidmet werden. Die Verbindung der durchgeführten Reformen mit den Instrumenten des NPM wird in einer Gegenüberstellung verdeutlicht, bevor schließlich eine umfassende theoriegeleitetete Evaluierung - basierend auf der Public Choice Theorie, die NPM wesentlich prägt - der Reformerfahrungen folgt.

Innovations in Government Accounting - The Case of Australia in a Westminster Context

Steller Dirk
Working Paper No. 3, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2003

Abstract:

Government accounting and other financial management practices have in recent times become one of the major target areas of public management reform. Public sector organisations traditionally use accounting systems based on cash inflows and cash outflows, commonly known as cash accounting. This cash style of accounting differs significantly from accounting systems used in the private sector, so called accrual accounting systems. The recent reforms to government accounting systems have focused largely on implementing accrual accounting in the public sector. The exponents of accrual accounting argue that it provides significantly more detailed and accurate financial information than cash systems.

One of the basic principles of accounting and financial reporting is that it should provide a true and fair view of the financial operations and financial position of an entity. Given that cash accounting records cash transactions only, no consideration is given to assets and liabilities or to items extending beyond the accounting period (i.e. prepayments and accrued expenses). Accrual accounting on the other hand produces detailed information on assets and liabilities and requires depreciation expenses to be matched to the expected life of the related asset. Similarly, accruing expenses such as employee entitlements are represented in the financial reports.

Countries with a Westminster style of government have tended to be the leaders in implementing accrual accounting in the public sector. This research paper provides a detailed description and analysis of the financial reforms undertaken in the Australian Commonwealth public sector.

Financial Management Reform – Cash to Accruals (Chapter 1)

The last twenty five years has seen the rise of New Public Management (NPM) theories. NPM seeks to improve the performance of public sector organisations by implementing private sector based management principles and practices. Financial management reform has taken a leading role in this reform process. One of the major changes has been the switch to accrual accounting. The expected benefits of accrual accounting in a public sector setting are said to be wide ranging and significant.

Reform in the Australian Public Service (Chapter 2)

The Australian Commonwealth Public Service (APS) is divided into organisations covered by the Public Service Act, also known as the core public sector, and other Commonwealth organisations of a more devolved nature such as public business enterprises. The core public service consists of approximately 123 000 employees and other Commonwealth organisations have a total of approximately 150 000 employees.

Since the 1980’s, the APS has undergone significant structural and operational reforms. Financial management reforms made up a substantial part of the reform package with the major impetus for financial reform coming from the National Commission of Audit report handed down in 1996. The report recommended wide sweeping reforms, particularly in relation to the implementation of accrual accounting.

Budget Process and Underlying Policies (Chapter 3)

The financial reforms in the Australian Commonwealth public sector included the development and implementation of an accrual outcome and output-based budgeting system.

Commonwealth agencies are required to define their desired outcomes, through outcome statements. Agencies also define the products or services through which the outcomes will be achieved, which are known as outputs and administered items. Prices are allocated to outputs and administered items and split between outcomes to allow government funding to be made on the basis of outcomes. Further, each outcome, output and administered item must have performance measures so an agency’s performance can be measured.

Financial Reporting Standards (Chapter 4)

In implementing accrual accounting, the Commonwealth government based its accounting principles on two separate sets of external reporting standards. (1) the Australian Accounting Standards, which are the same accounting standards applicable to private sector organisations in Australia, and (2) Government Finance Statistics, which are intended for macro-economic analysis and are based on standards developed by the International Monetary Fund. The Commonwealth government prepares financial statements according to both external reporting standards.

Financial Reporting Processes and Underlying Policies (Chapter 5)

Responsibility for accounting and reporting in the Australian Commonwealth government is largely devolved to agencies, with agencies being required to manage their own accounting software for the entry of all transactions and other accounting functions. The information prepared by agencies is then uploaded in aggregated form into a centrally managed accounting software system for whole of government purposes.

Financial Management Reform in the Australian Commonwealth – Problem areas and Future Challenges (Chapter 6)

Although many exponents of the switch to accrual accounting and budgeting expected far reaching benefits, not all of these have been realised. The direct application of private sector accounting principles in the public sector ignores the unique nature of government organisations. This direct application of private sector standards has in some cases caused government organisations significant problems especially in relation to assets. Further, the purchaser / provider type arrangements which came into being with the outcome and output budget format are also causing some difficulties for agencies. However, on balance the switch to accrual principles has increased the depth and detail of financial information produced by the Commonwealth government.

downloads

icon_pdfWorking Paper - Gov. Acc. (Complete) (10650090900.pdf)
GFS Budget Statement (10644163970.pdf)
icon_pdfAAS31 Budget Statements (10644165300.pdf)
AAS31 (10644166000.pdf)
icon_pdfAAS29 (10644166360.pdf)
FMA Act 1997 (10644167080.pdf)
icon_pdfPublic Service Act 1999 (10644167500.pdf)
Budget Stats 2002-03 (10644168390.pdf)
icon_pdfCharter of Budget Hoensty (10644168880.pdf)
Cth.Authorities & Co Act (10644169650.pdf)
icon_pdfDept Ag & Fish ann rep (10644170290.pdf)

Polizeimanagement im Vereinigten Königreich

Koler Daniel/Promberger Kurt/Rauskala Iris
Working Paper No 2, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2003

Abstract:

Als einer der letzten Bereiche des öffentlichen Sektors wurde vor gut 20 Jahren auch der Polizeidienst des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland von der Reformwelle des New Public Management erfasst. Stand bis dahin das Primat der Öffentlichen Ordnung und Sicherheit unangefochten an der Spitze und rechtfertigte damit den permanent steigenden Ressourcenbedarf, erfolgte im Zuge von wachsender Kritik am Polizeidienst ab 1983 ein Umlenken auf die Steuerung der Polizeieinheiten mittels Kennzahlen und Leistungsindikatoren. Seither sind die steigende Verknüpfung von Ressourcen- und Entscheidungskompetenz in der Hand des Leiters einer regionalen Polizeieinheit (dezentrales Ressourcenmanagement) und damit Zurückdrängung des Einflusses des politischen Polizeigremiums und die weitere Ausdifferenzierung des Performancemanagements in Form von Best Value und Police Performance Assessment Framework als Meilensteine zu nennen.

Dieses Papier gibt in Abschnitt 1 einen Überblick über die Organisation und die Aufgaben der 51 regionalen, voneinander unabhängigen Polizeieinheiten. Abschnitt 2 beleuchtet die Führungsebene der Polizeieinheiten. Die Kompetenzen sind zwischen dem Innenministerium, dem politischen lokalen Polizeigremium und dem Leiter der regionalen Polizeieinheit aufgeteilt. Abschnitt 3 stellt die Finanzierung der Polizeieinheiten dar. Sie erhalten ihre Mittel aus zentralen und lokalen Finanzierungsquellen, wobei die zentralen Mittel anhand einer Finanzierungsformel zugerechnet werden. Die Finanzierungsformel ist eine Reaktion auf den ausufernden Ressourcenbedarf der Polizeieinheiten, dem mit Hilfe der Berechnung des relativen Bedarfs einer jeden Einheit begegnet werden soll. Abschnitt 4 beschreibt die wichtigsten Reformen, die auf den Polizeidienst einwirken, vor allem die Steuerung über Leistungsindikatoren und –kennzahlen mit den neueren Initiativen von Best Value und dem Police Performance Assessment Framework, welche bis 2005 zusammengeführt werden sollen. Betrachtung finden auch das dezentrale Ressourcenmanagement, Neuerung im Personalmanagement und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen, privaten und Non-Profit Organisationen und der Zivilgesellschaft.

Evaluierung der Umsetzung der EMAS I - Verordnung in österreichischen Unternehmen

Kössler Werner/Promberger Kurt/Stichauner Bettina/Waidhofer Sabine
Working Paper No. 1, Zentrum für Verwaltungsmanagement, Innsbruck 2002

Abstract:

Unternehmen tragen heute eine hohe sozialpolitische Verantwortung und werden in verstärktem Masse mit zunehmenden Anforderungen an die Umwelt konfrontiert. Ein allgemein stärkeres Umweltbewusstsein in der Bevölkerung führt zu laufenden Anpassungen und Erhöhungen der diesbezüglichen Erwartungen. Diese erhöhten Erwartungen kommen teilweise in Gesetzen, teilweise aber auch in konkreten Anforderungen von Kunden zum Ausdruck.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind Unternehmen gefordert in ihr übergreifendes Managementsystem ein Umweltmanagementsystem zu integrieren, welches die Organisation der Verantwortlichkeiten und Abläufe bezüglich der Umweltaspekte aller betrieblichen Tätigkeiten und die Bewertung ihrer Auswirkungen umfasst.

Diese Arbeit gibt im ersten Abschnitt einen kurzen Überblick über die allgemeinen Ziele und Wirkungen von Umweltmanagementsystemen und die EMAS I - Verordnung im Speziellen. Im zweiten Abschnitt werden die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zum Stand der Umsetzung der EMAS I - VO in Österreich aufgezeigt und interpretiert.

Die Auswertung ist wiederum in drei Teile gegliedert. Nach der Beschreibung der Situation in Österreich zum Zeitpunkt der Befragung und des Evaluierungsmodells sowie der methodischen Vorgehensweise werden im ersten Teil die Ausgangssituation der verschiedenen Unternehmen und deren Beweggründe für die Einführung des Umweltmanagementsystems nach EMAS I beleuchtet. Im zweiten Teil wird auf den Implementierungsprozess an sich eingegangen und im dritten Teil werden die Umweltergebnisse erläutert. In einer Zusammenfassenden Beurteilung wird schließlich versucht die Kernaussagen der Untersuchung herauszuarbeiten und mögliche Schlüsse zu ziehen.

Bildungscontrolling

Promberger Kurt/Cecon Franziska
Working Paper No. 20/2005, Zentrum für Verwaltungsmanagement (Universität Innsbruck), Innsbruck 2005

Abstract

Keine Angst vor Controlling! Auch wenn die Nähe zum Wortstamm der Kontrolle dazu verleiten mag, hat Controlling nur bedingt mit Kontrolle zu tun. Das vorrangige Ziel des aus der Wirtschafts- und Verwaltungspraxis stammenden Controlling liegt nicht in der Fehleraufdeckung, sondern vielmehr in der Informationsgewinnung und -aufbereitung, die der konstruktiven Weiterentwicklung dienen soll. Weiterentwicklung im Bildungswesen ist eine Grundprämisse, die sich nicht nur auf die inhaltliche Komponente beschränken sollte, sondern ebenso auf die Organisations- und Führungsstrukturen.  

Kommunales Haushaltsmanagement
Promberger Kurt/Spiss Verena/Bodemann Markus/Mayr Christian
Working Paper No. 34/2010 Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement, E-Government & Public Governance der Universität Innsbruck
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